Cold-Shock - Frostschaden durch Unterkühlung

Cold-Shock bezeichnet in der Pharma-Kühlkette eine potenziell produktschädigende Unterkühlung. Frostempfindliche Arzneimittel können insbesondere durch Einfrieren dauerhaft geschädigt werden. Maßgeblich ist die produktspezifische Temperaturuntergrenze; bei einem vorgegebenen Bereich von +2 bis +8 °C beginnt eine Temperaturabweichung bereits unter +2 °C.

Wie entsteht Cold-Shock?

  • Zu kalt eingesetzte Kühlelemente können dem Produkt besonders zu Beginn des Transports zu viel Wärme entziehen. Das ist auch im Sommer möglich.
  • Direkter Kontakt mit gefrorenen Akkus kann lokal niedrigere Temperaturen verursachen als in der Mitte des Produktraums.
  • Auch kalte Außenbedingungen können die zulässige Produkttemperatur unterschreiten lassen, wenn das Verpackungssystem dafür nicht ausreichend ausgelegt ist.

Was hilft bei der Vermeidung?

Kühlelemente, Vorkonditionierung und Anordnung müssen zum geprüften Packout passen. Geeignete PCM, definierte Abstände oder Innenisolierungen können das Risiko verringern. Die Wirkung ist am vollständigen System unter relevanten Sommer- und Winterbedingungen zu prüfen.

Eine Temperaturabweichung belegt für sich allein noch keinen Frostschaden. Ob die Ware weiterverwendet werden darf, muss anhand der Produktdaten und des festgelegten Qualitätsverfahrens bewertet werden.

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