Thermoboxen nach Boxentyp auswählen

Welche Thermobox passt zu welcher Anwendung?

Je nach Produkt, Temperaturbereich, Versandweg und Nachhaltigkeitsziel können unterschiedliche Thermobox-Typen sinnvoll sein. Die folgende Übersicht dient als Einstieg in die Vorauswahl.

Thermoboxen-TypBeschreibungTypische Anwendung
kosteneffizient, geringes Gewicht, etwa 100 Standardboxen verfügbarPharma, Food, Diagnostik, Frozen, Trockeneis, Serienversand
Recyclingorientierung, Entsorgung über AltpapierstromPharma, Biotech, Food, Anwendungen mit Fokus auf Papieranteil
schlanke Versandlösung für kleine temperaturempfindliche Sendungen und kurze LaufzeitenApotheken, D2P, Diagnostik, kleine Proben, kurze Laufzeiten
EPS- und Papier-Thermoboxen mit dicken WandstärkenPharma, Biotech, Zell- und Gentherapie, Labor, Industrie, Food
kundenspezifische EPS- oder Papier-Thermoboxspezielle Payload, besondere Prozesse, Serienlösungen

Styropor-/EPS-Thermoboxen

Styropor-/EPS-Thermoboxen sind eine bewährte und kosteneffiziente Lösung für gekühlte, gefrorene und temperaturempfindliche Sendungen. Sie bieten gute Isolierleistung, geringes Gewicht, Formstabilität und eine sehr breite Formatvielfalt. Der technische Begriff „EPS“-Thermobox ist dabei gleichbedeutend mit der geläufigen Bezeichnung „Styropor“-Thermobox.

THERMOCON fertigt EPS-Thermoboxen im Standard aus rEPS mit 35 % Recyclinganteil. Das unterstützt bereits heute einen stärker geschlossenen Materialkreislauf und ist auf kommende europäische Anforderungen an Rezyklatanteile und recyclingfähige Verpackungen ausgerichtet.

Mit annähernd 100 verfügbaren EPS-Thermoboxen kann THERMOCON viele Anwendungen ohne neue Werkzeugentwicklung abbilden – von kleinen Paketlösungen bis zu größeren Versandformaten. Das spart Zeit, reduziert Werkzeugkosten und macht EPS häufig zur wirtschaftlich stärksten Lösung, wenn thermische Performance, Gewicht, Kosten und Verfügbarkeit entscheidend sind.

Typische Anwendungen:

Key Facts EPS-Thermoboxen

EigenschaftBeschreibung
MaterialEPS: expandierbares Polystyrol (Styropor)
Recyclinganteilim Standard 35%
Verfügbare GrößenEtwa 100 Standardboxen
Produktraum [l]Von 0,6 Liter bis 1210 Liter
Wanddicken [mm]Von 12,5mm bis 70mm
Recyclingfähig?Ja. EPS (Styropor) ist als Monomaterial sehr gut recyclingfähig.
Trockeneis-EignungJa. Alle EPS-Boxen eignen sich für den Einsatz mit Trockeneis.
UmkartonPassender Umkarton auf Anfrage
Individuelle GrößenJa. Wirtschaftliche Menge beachten.

Papier-Thermoboxen

Papier-Thermoboxen sind papierbasierte Thermoverpackungen für temperaturempfindliche Produkte. Sie eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen Recyclingorientierung, einfache Empfängerentsorgung, Markenwirkung und thermischer Produktschutz gemeinsam betrachtet werden.

Wie bei jeder Thermoverpackung entscheidet nicht das Material allein über die Eignung. Papier-Thermoboxen müssen zum Temperaturbereich, zur Laufzeit, zur Payload, zum Kühlelement- oder PCM-Konzept, zum Feuchtigkeitseinfluss, zum Transportprofil und zum Packprozess passen.

Typische Anwendungen:

Key Facts Papier-Thermoboxen

EigenschaftBeschreibung
MaterialPapier-basiert
Recyclinganteilnahezu 100%
Verfügbare Größen9 Größen
Produktraum [l]von 5 Liter bis 137 Liter
Wanddicken [mm]30mm oder 60mm
Recyclingfähig?Ja, über Altpapier-Wertstoffstrom.
Trockeneis-EignungJa. Alle Papier-Thermoboxen eignen sich für den Einsatz mit Trockeneis.
UmkartonJa. Passender Umkarton im Lieferumfang.
Individuelle GrößenJa. Wirtschaftliche Menge beachten.

Papier-Versandtaschen

Papier-Versandtaschen sind schlanke, papierbasierte Lösungen für kleinere temperaturempfindliche Sendungen und kürzere Laufzeiten. Sie können sinnvoll sein, wenn Versandvolumen, einfache Anwendung, Empfängerhandling und Entsorgung besonders wichtig sind.

Im Vergleich zu klassischen Thermoboxen sind Papier-Versandtaschen vor allem für Anwendungen mit begrenztem Volumen, kürzeren Laufzeiten oder weniger thermischer Masse relevant. Die Eignung hängt stark vom Produkt, dem Temperaturbereich, der Laufzeit, dem Kühlelement und dem Transportprofil ab. Im Fokus stehen Kosteneffizienz, Recyclingfähigkeit und eine einfache Entsorgung über den Altpapierstrom.

Typische Anwendungen mit kleinen Payloads und kurzen Laufzeiten:

PAPER BAG ein Thermobeutel aus Papier für Kühl- und Tiefkühlversand

Key Facts Papier-Versandtaschen

EigenschaftBeschreibung
MaterialPapier-basiert
Recyclinganteilnahezu 100%
Verfügbare Größen3 Größen S / M / L
Abmessungen LxBS: 44x31 cm
M: 44x40 cm
L: 55x42 cm
Wanddicken [mm]30mm oder 60mm
Recyclingfähig?Ja, über Altpapier-Wertstoffstrom.
Trockeneis-EignungNein.
UmkartonNein.
Individuelle GrößenJa, bei Großmengen.

Themen bei der Auswahl von Thermoboxen

ThemaEinordnung & Bedeutung
VariantenStyropor-/EPS-Thermoboxen, Papier-Thermoboxen, Papier-Versandtaschen
AnwendungThermoboxen für den passiven temperaturgeführten Versand. Kombination mit Kühlelementen, Trockeneis oder Einsatz ohne Kühlmittel.
Typische TemperaturbereichePharma-Umfeld: +2 bis +8 °C, +15 bis +25 °C, -15 bis -25 °C, -78°C.
Food-Umfeld: 0 bis +8 °C, +15 bis +25 °C, -15 bis -25 °C, -78°C.
Thermisches SystemDie thermische Leistung wird nicht alleine durch die Box bestimmt, sondern durch das Zusammenspiel aus Isolierung, Kühlelementen oder PCM, Packout, Payload und Konditionierung unter den spezifischen Transportbedingungen.
Kühlelemente & PCMJe nach Temperaturbereich und Risikobewertung kommen wasserbasierte Gelpacks, Foam Bricks, Hartschalenakkus oder PCM-Akkus zum Einsatz – mit unterschiedlichen Vorteilen bei Kosten, Formstabilität, Mehrwegfähigkeit und thermischer Performance.
BranchenPharma, Biotech, Life Sciences, Diagnostik, Labor, klinische Studien, Direct-to-Patient, Lebensmittel- und Frischelogistik, Tiernahrung/BARF, Veterinärprodukte, Industrie, Chemie und Trockeneisversand.
AuswahlkriterienMaterial, Wandstärke und Innenvolumen passend zu Versandgut, Kühlmedium und Packout. Zentrale Randbedingung: Außentemperaturprofil während des Transports. Weitere Kriterien: Nachhaltigkeit, Bestückungsvarianten, Einweg/Mehrweg, Produktwert und Total Cost of Ownership.
GDP-konforme TransporteThermoboxen können Teil eines GDP-konformer Transportprozesses sein. „GDP-konform“ ist jedoch nicht die Box allein, sondern der qualifizierte, dokumentierte und freigegebene Gesamtprozess.
Trockeneis-EignungTHERMOCON EPS-Thermoboxen und Papier-Thermoboxen sind für den Einsatz mit Trockeneis geeignet. Die Papier-Versandtasche ist nicht für Trockeneis geeignet. Bei großen Boxen und hohem Trockeneisgewicht können dickere Wandstärken auch aus mechanischen Gründen sinnvoll sein.
Prüfung & AuslegungKlimakammertests mit simulierten realitätsnahen Versandbedingungen und originalgetreuen Kundenprodukten unterstützen und verifizieren eine professionelle thermische Auslegung der Thermoverpackung.
AuswahlprozessZusammenstellung der relevanten Produkt- und Transportanforderungen, u.a. Temperaturbereich, Laufzeit, Außentemperaturprofil, Produktabmessungen.

Thermoboxen richtig auslegen

Eine Thermobox schützt temperaturempfindliche Produkte nicht allein durch ihr Isolationsmaterial. Ihre thermische Leistung entsteht erst als Verpackungssystem: aus Thermobox, Kühlelementen oder PCM, Packout, Payload, Konditionierung, Transportdauer und Außentemperaturprofil.

Deshalb sollte eine Thermobox nicht nur nach Außenmaß, Innenmaß, Volumen oder Material ausgewählt werden. Entscheidend ist, ob die gesamte Systemkonfiguration zur Anwendung passt – also zum Produkt, zum Temperaturbereich, zur Laufzeit, zur Route und zum realen Packprozess.

Für Pharma-, Biotech-, Diagnostik- und Life-Science-Sendungen kann eine solche Thermoverpackung ein wichtiger Baustein eines GDP-konform gesteuerten Transportprozesses sein. Voraussetzung ist, dass die Versandkonfiguration zur Produktspezifikation und zur realen Transportanforderung passt und kundenseitig entsprechend bewertet, qualifiziert und freigegeben wird.

Thermoboxen, Kühlelemente und Packout

Thermoboxen als Teil des Verpackungssystems

Eine Thermobox erreicht ihre thermische Funktion erst im vollständigen Verpackungssystem. Dazu gehören Kühlelemente, PCM, Trockeneis, Packout, Konditionierung, Payload und Transportprofil.

SystemkomponenteFunktion
Thermoboxreduziert Wärme- Kälteeintrag und schützt den Produktraum
Kühlelemente / PCMKühlmittel-Art, Menge und Positionierung der Kühlelemente sowie die Schmelzpunkte definieren wesentlich die thermische Performance des Gesamtsystems
TrockeneisPrüfen, ob Produkt -78°C verträgt
Packoutdefiniert Anordnung von Produkt, Kühlelementen und Abstandshaltern
Payload / Produktbestimmt zulässige Temperaturunter- und Temperaturobergrenzen; beeinflusst durch seine thermische Masse die Performance
Konditionierungbestimmt Startzustand der Kühlelemente
Außentemperaturprofilbeeinflusst maßgeblich wie robust die Thermoverpackung ausgelegt werden muss
Laufzeitbeeinflusst Auswahl der Wanddicke der Thermobox und Bestimmung der Kühlmittel-Menge

GDP-konforme Transportprozesse

Thermoboxen und Kühlelemente sind die Hauptkomponenten passiver Thermoverpackungen. Zur qualifzierbaren Versandlösung werden sie jedoch erst durch das passende Zusammenspiel aus Box, Kühlmedium, Packout, Payload und Konditionierung.

Eine entsprechend ausgelegte passive Thermoverpackung kann ein Baustein eines GDP-konformen Transportprozesses sein. Dafür muss sie zur konkreten Anwendung passen – einschließlich Produktanforderung, Temperaturgrenzen, Route, Laufzeit und Packprozess.

THERMOCON unterstützt diese Bewertung mit Thermoboxen, Kühlelementen, PCM-Lösungen, vorqualifizierten Systemen, Klimakammertests und Packout-Bewertungen. Daraus entsteht eine technische Grundlage für die risikobasierte Bewertung, Qualifizierung und Freigabe des kundenspezifischen Transportprozesses.

Trockeneis-Thermoboxen

Alle THERMOCON EPS-Thermoboxen und Papier-Thermoboxen sind prinzipiell für den Einsatz mit Trockeneis geeignet. Sie können für tiefgekühlte oder Deep-Frozen-Sendungen eingesetzt werden, wenn Box, Wandstärke, Trockeneismenge, Payload, Laufzeit, Route, CO₂-Entwicklung, Belüftung und Handling zum konkreten Versandprozess passen.

Bei längeren Laufzeiten, anspruchsvollen Transportprofilen, größeren Boxenvolumen oder höheren Trockeneismengen können stärkere Wandstärken sinnvoll sein. Sie reduzieren den Wärmeeintrag, erhöhen die thermische Reserve und können bei schweren Packouts die mechanische Stabilität verbessern – insbesondere wenn Transport, Umschlag oder Handling höhere Belastungen erwarten lassen.

Die THERMOCON Papier-Versandtasche ist nicht für den Einsatz mit Trockeneis ausgelegt. Für Tiefkühlversendungen, bei denen Trockeneis vermieden oder reduziert werden soll, kann sie jedoch mit PCM-21-Elementen als alternative Frozen-Lösung geprüft werden.

Pharma-Kühlverpackung +2 bis +8°C

Typische Anwendungen:

Individuelle Thermoboxen

Individuelle Thermoboxen können sinnvoll sein, wenn Standardgrößen, Materialien oder vorhandene Packouts nicht zur Anwendung passen – etwa bei besonderen Produktgeometrien, abweichenden Nutzvolumina, automatisierten Packprozessen, speziellen Temperaturbereichen, Mehrwegkonzepten oder größeren Serienanforderungen.

Vor einer Neuentwicklung sollte jedoch immer geprüft werden, ob eine passende Lösung im bestehenden THERMOCON Standardsortiment verfügbar ist. Mit annähernd 100 EPS-Thermoboxen lassen sich viele Anwendungen ohne neues Werkzeug abdecken. Das ist häufig schneller und wirtschaftlicher.

Bei individuellen EPS-Thermoboxen entstehen in der Regel Werkzeugkosten. Eine kundenspezifische Entwicklung ist daher vor allem bei größeren Stückzahlen, wiederkehrenden Serienbedarfen oder klaren technischen Vorteilen sinnvoll. Auch individuelle Papier-Thermoboxen und Papier-Versandtaschen sind möglich, sollten aber ebenfalls hinsichtlich wirtschaftlicher Mindestmengen bewertet werden.

Für anspruchsvolle Mehrweganwendungen kann zudem die Entwicklung robuster Thermoboxen aus widerstandsfähigeren Partikelschäumen geprüft werden. Durch die Einbindung in die Schaumaplast Gruppe können Materialwissen, Formteilentwicklung und Serienfertigung früh in die Bewertung einbezogen werden.

Entscheidungskriterien für individuelle Thermoboxen:

Thermoboxen nach Temperaturbereich und Anwendung

Thermoboxen müssen zur Anwendung und zum geforderten Temperaturbereich passen. Je nach Systemauslegung können sie für Trockeneis-Anwendungen bei etwa -78 °C, Frozen-Bereiche, +2 bis +8 °C, Spezialtemperaturen oder kontrollierte Raumtemperatur eingesetzt werden.

Entscheidend ist die abgestimmte Kombination aus Thermobox, Kühlelementen, PCM oder Trockeneis, Packout und Payload. Sie muss das Produkt über die definierte Laufzeit und unter den erwarteten Außentemperaturen innerhalb seines zulässigen Temperaturbereichs halten.

In Pharma, Biotech und Diagnostik stehen Prozessstabilität, Reproduzierbarkeit, Qualifizierung und kundenseitige Freigabe im Vordergrund. Deshalb kommen hier häufig dickwandigere Thermoboxen in Kombination mit formstabilen Kühlelementen wie Foam Bricks, Hartschalenakkus und PCM-Akkus zum Einsatz, die sich definiert konditionieren und reproduzierbar im Packout positionieren lassen.

In Food-, Frische- und E-Commerce-Prozessen ist thermische Sicherheit ebenfalls wichtig, steht aber meist unter deutlich stärkerem Kostendruck. Bei Einwegversendungen werden daher häufig schlankere Thermoboxen und vor allem auch die Papier-Versandtasche mit kostengünstigen Gelpacks eingesetzt. Mehrweg-Lösungen im Food-Bereich sind dabei ein Spezialgebiet und müssen separat hinsichtlich Rückführung, Reinigung, Umlaufzahl und Wirtschaftlichkeit bewertet werden. 

Pharma, Biotech, Diagnostik & Life Sciences

TemperaturbereichTypische Anwendung
+2 bis +8 °C / Coldkühlpflichtige Arzneimittel, Diagnostik, Laborproben, klinische Studien
+15 bis +25 °C / CRTkontrollierte Raumtemperatur, Schutz vor Hitze und Kälte
-15 bis -25 °C / Frozentiefgekühlte pharmazeutische Produkte, Proben, Reagenzien
Trockeneis / Deep FrozenBiotech, Zell- und Gentherapie, Spezialproben, Deep-Frozen-Anwendungen
Spezialtemperaturenspezielle Diagnostik, Blutprodukte, individuelle Stabilitätsanforderungen, technische Life-Science-Anwendungen

Food, Frischelogistik & E-Commerce

TemperaturbereichTypische Anwendung
gekühltFleisch, Fisch, Seafood, Feinkost, Meal Kits, Pet Food, BARF
tiefgekühltFrozen Food, Eis, TK-Produkte, BARF-Tiefkühlware
frisch / kühlstabilObst, Gemüse, Feinkost, temperaturkritische Frischeprodukte
kurze Laufzeiten / Same Daylokale Lieferungen, Lebensmittel-E-Commerce, Apotheken- oder Frischezustellung
längere Versandwegenationale oder internationale Frischelogistik

Thermoboxen und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bei Thermoboxen ist keine reine Materialfrage. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung aus Produktschutz, thermischer Performance, Materialeinsatz, Gewicht, Volumen, Wiederverwendbarkeit, Recyclingfähigkeit, Entsorgung, Rückführung und Total Cost of Ownership.

EPS, Papier oder Mehrweg-Systeme können je nach Anwendung „nachhaltiger“ sein. Eine papierbasierte Verpackung ist nicht automatisch die nachhaltigste Lösung, wenn dadurch mehr Material, höheres Volumen, geringere thermische Reserve oder höhere Transportrisiken entstehen.
Umgekehrt kann eine Papier-Thermobox sinnvoll sein, wenn Entsorgung, Recyclingmaterial und Anwendung gut zusammenpassen. Papierbasierte Thermoboxen gewinnen auch im Pharma-Umfeld an Bedeutung, da die Materialwahrnehmung und die Kundenakzeptanz von Kunststoffalternativen eine zunehmende Rolle spielen.

KriteriumBedeutung für Nachhaltigkeitsbewertung
Thermische StabilitätProduktverlust ist häufig ökologisch und wirtschaftlich besonders kritisch
MaterialeinsatzMaterialart und Materialmenge der Thermobox als wichtige – aber nicht ausschließliche – Nachhaltigkeitsfaktoren betrachten
Gewicht und Volumenbeeinflussen Frachtkosten und CO₂-Emissionen beim Transport
Recyclingfähigkeithohe Akzeptanz von papierbasierten Thermoboxen; gute Recyclingfähigkeit von EPS im B2B-Umfeld beachten
MehrwegfähigkeitAufwand vs. Nutzen für Rückführung, Reinigung, Wiederaufbereitung und Qualitätssicherung bewerten
Total Cost of Ownership (TCO)Verpackungskosten, Fracht, Rückführung, Ausfallrisiko gemeinsam betrachten
Thermische Reservezu geringe Reserve kann Produktverluste erhöhen

Produktübersicht

THERMOCON Thermoboxen im Überblick

ProduktbereichKurzbeschreibungTypische Anwendung
Thermoboxen aus EPS in vielen StandardgrößenPharma, Food, Diagnostik, Frozen, Trockeneis
papierbasierte Thermoverpackungen mit RecyclingmaterialPharma, Biotech, Food, D2P
schlanke Versandlösung für kleine temperaturempfindliche SendungenApotheken, eCommerce, Food, D2P, Diagnostik, kurze Laufzeiten
Thermoboxen für Deep-Frozen- und Trockeneis-AnwendungenBiotech, Labor, Industrie, Food, Zell- und Gentherapie
kundenspezifische Thermoboxen nach Volumen, Geometrie oder ProzessSpezialprodukte, Serienlösungen, besondere Payload
geprüfte Thermoverpackungen mit definiertem PackoutPharma, Diagnostik, Biotech, Logistik
Palettenlösungen für größere SendungsvoluminaLuftfracht, Pharma-Logistik, Biotech

Häufig gestellte Fragen

Welche Thermobox ist für +2 bis +8 °C geeignet?

Das hängt von Produkt, Payload, Laufzeit, Außentemperaturprofil, Packout und Kühlelementen ab. Für +2 bis +8 °C können EPS-Thermoboxen, Papier-Thermoboxen oder direkt vorqualifizierte Systeme sinnvoll sein. Bei pharmazeutischen Produkten sollte auch das Risiko zu niedriger Produkttemperaturen bewertet werden. Für die finale Bewertung empfiehlt sich meist eine anwendungsbezogene Einzelfallprüfung.

EPS-Thermoboxen sind in vielen Anwendungen die kosteneffizienteste Lösung für den temperaturgeführten Versand. Sie bieten geringes Gewicht und gute Isolierleistung. Durch das große THERMOCON-Standardboxen-Sortiment können zudem häufig Werkzeugkosten vermieden werden.

Papier-Thermoboxen kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Papieranteil, Recyclingorientierung, einfache Empfängerentsorgung und Außenwirkung im Vordergrund stehen.

Papier-Versandtaschen können für kleine temperaturempfindliche Sendungen sinnvoll sein, etwa im Apothekenversand, bei Direct-to-Patient-Prozessen oder bei Diagnostiksendungen. Sie eignen sich vor allem, wenn Versandvolumen, einfache Anwendung und kurze Laufzeiten im Vordergrund stehen. Die fehlende Möglichkeit Kühlelemente in der Versandtasche an definierten Positionen zu platzieren, erschwert jedoch den Einsatz als (vor-)qualifiziertes Verpackungssystem.

Trockeneis-Thermoboxen werden eingesetzt, wenn Produkte tiefgekühlt oder im Deep-Frozen-Bereich transportiert werden müssen. Die Eignung hängt von Zieltemperatur, Laufzeit, Route, Payload, Trockeneismenge, Handling und Transportanforderungen ab. Grundsätzlich eignen sich alle EPS-Boxen von THERMOCON für die Verwendung mit Trockeneis. Aufgrund der sehr niedrigen Temperatur und des hohen Gewichts von Trockeneis, empfehlen sich dabei aber generell eher dickere Wandstärken. Im Gegensatz zur Papier-Versandtasche, eignen sich auch die Papierthermoboxen für die Verwendung mit Trockeneis.

Nein. Eine Thermobox kann Bestandteil eines dokumentierten GDP-konformen Transportprozesses sein, ist aber nicht allein betrachtet „GDP-konform“. Entscheidend ist die Einbindung des Verpackungssystems in die GDP-konformen Prozesse von Pharma-Großhändlern, -Herstellern, -Logistikern, -Importeuren oder auch Apotheken und Krankenhäusern.

Eine individuelle Thermobox ist sinnvoll, wenn Standardboxen nicht zu Produkt, Nutzvolumen, Packprozess, Temperaturbereich oder Serienanforderung passen. Bei kleinen und mittleren Mengen sollte zunächst geprüft werden, ob aus dem breiten Standardsortiment eine geeignete Box verfügbar ist, um Werkzeugkosten zu vermeiden. Bei hohen Stückzahlen, speziellen Produktgeometrien oder besonderen Prozessanforderungen kann eine kundenspezifische Thermobox technisch und wirtschaftlich die bessere Lösung sein.

Passende Thermobox für Ihre Anwendung auswählen

Sie kennen Temperaturbereich, Payload, Laufzeit oder Transportart bereits? THERMOCON unterstützt bei der Auswahl einer geeigneten Thermobox, der Kombination mit Kühlelementen oder PCM und der Bewertung des Packouts.